Strompreise 2025 – was ändert sich?

Jedes Jahr am 31. August werden in der Schweiz die Stromtarife für das kommende Jahr bekanntgegeben. Nach den Anstiegen der vergangenen Jahre sinken die Strompreise für das kommende Jahr erstmals wieder. Verantwortlich dafür sind unterschiedlichste Faktoren wie etwa die sinkenden Preise am europäischen Strommarkt, gesunkenen Netzkosten und ein erheblicher Rückgang bei der Stromreserve.

Ein Strompreis, drei Komponenten

Wie entsteht der Strompreis in der Schweiz?

Wie entwickeln sich die Strompreise für 2025?

Wie stehen wir im Schweizer Vergleich da?

Warum sinken die Strompreise in diesem Herbst?

Energiespartipps für Privathaushalte, Unternehmen und Gemeinden

Ein Strompreis, drei Komponenten

Der Strompreis in der Schweiz setzt sich zusammen aus den drei Komponenten Energiekosten, Netznutzungskosten und verschiedene Abgaben.
Daraus ergibt sich ein Tarif, den die Kundinnen und Kunden pro verbrauchte Kilowattstunde bezahlen – zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt verbraucht pro Jahr ca. 4500 Kilowattstunden.

Energiekosten 51 %

Der Energietarif ist der Preis für die gelieferte elektrische Energie. Einige Energieversorgungsunternehmen besitzen eigene Kraftwerke und beliefern ihre Kunden mit der selbst produzierten Energie, andere beschaffen den Strom von einem Vorlieferanten oder direkt am Markt. Wir von der EVR Energieversorgung Raron AG schreiben unseren Energieverbrauch jedes Jahr am Markt aus und wählen den günstigsten Anbieter für unsere Kundinnen und Kunden aus.

Netznutzungskosten 33 %

Die Netznutzungskosten umfassen alle Kosten, die anfallen, damit der Strom vom Kraftwerk über das Stromnetz bis zu den einzelnen Verbraucherinnen und Verbrauchern transportiert werden kann. Eingerechnet sind hier die Kosten für den Betrieb, die Instandhaltung und den Ausbau der Stromnetze. Dies betrifft alle Netzebenen, vom lokalen bis zum nationalen Verteilnetz.

Abgaben 16 %

Die Abgaben setzen sich zusammen aus der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) und der Gewässerschutzabgabe, den Systemdienstleistungen von Swissgrid (SDL), der Stromreserve des Bundes und den Konzessionsgebühren. Dies alles sind Abgaben an Gemeinden, Kanton und Bund, die eine sichere und nachhaltige Stromversorgung in der Schweiz gewährleisten.

Wie entsteht der Strompreis in der Schweiz?

Die Schweiz hat einen teilliberalisierten Strommarkt – das heisst, nur Kundinnen und Kunden, die mehr als 100’000 Kilowattstunden Strom im Jahr verbrauchen, können den Anbieter frei wählen und auch wechseln. Verbraucherinnen und Verbraucher, die darunterliegen, sind an das Energieversorgungsunternehmen ihrer Wohngemeinde gebunden.

Beim Preis hat es zwei unterschiedliche Haupteinflussfaktoren: Bei Werken mit sehr grossem eigenen Produktionsanteil bestimmt die Produktion den Energiepreis. Bei Energieversorgungsunternehmen wie der EVR Energieversorgung Raron AG, die die Energie bei Energielieferanten beschaffen müssen, ist der Marktpreis entscheidend. Dieser wird stark vom internationalen bzw. vom europäischen Marktpreis beeinflusst. Energieversorgungsunternehmen sichern die Energie für ihre Kundinnen und Kunden meist weit im Voraus. Dazu führen sie Ausschreibungen durch, an denen verschiedene Energielieferanten teilnehmen. Dabei geht es darum, den Energielieferanten mit den günstigsten Preisen zu wählen.

Zudem sind die Strompreise in der Schweiz reguliert. Die EVR Energieversorgung Raron AG muss sich an Vorgaben halten und wird dabei von der Schweizerischen Elektrizitätskommission ElCom überwacht.

Wie entwickeln sich die Strompreise für 2025?

Für das Jahr 2025 sinken sowohl die Energiekosten als auch die Netznutzungskosten und die Abgaben. Insgesamt sinkt der Strompreis (Energie- und Netzkosten sowie Abgaben zusammen) im Versorgungsgebiet der EVR Energieversorgung Raron AG für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 4‘500 kWh pro Jahr (H4) im kommenden Jahr um rund 9 % – dies sind Einsparungen von rund CHF 115.- pro Jahr.

Verantwortlich dafür sind unterschiedlichste Faktoren wie etwa die sinkenden Preise am europäischen Strommarkt, gesunkenen Netzkosten und ein erheblicher Rückgang bei der Stromreserve. Diese Stromreserve, die der Bund im Rahmen der Winterreserveverordnung zur Erhöhung der Versorgungssicherheit für den Strompreis 2024 eingeführt hat, sinkt von 1.2 Rappen pro Kilowattstunde auf 0.23 Rappen.

Zudem herrschte in diesem Frühsommer, als viele Energieversorgungsunternehmen den Strombedarf für das nächste Jahr eingekauft haben, eine ausserordentliche Situation mit sehr viel Produktion aus Wasserkraft, was den Marktpreis in der Schweiz nach unten drückte.

Wie stehen wir im Schweizer Vergleich da?

  • Die erste gute Nachricht: Unsere Preissenkung liegt voll im Durchschnitt
    Gemäss Elcom sinken die Strompreise für das Jahr 2025 in der Grundversorgung für Haushalte im Mittel (Median) um rund 10 %.
  • Die zweite gute Nachricht: Unser Strompreis liegt sogar unter dem Durchschnitt
    Ein typischer Schweizer Haushalt mit einem Verbrauch von 4‘500 kWh (Verbrauchsprofil H4) bezahlt im kommenden Jahr 29 Rappen pro Kilowattstunde. Bei der EVR Energieversorgung Raron AG sind es 24.96 Rappen pro Kilowattstunde.

Dies liegt unter anderem an der vorausschauenden Beschaffungsstrategie der EVR Energieversorgung Raron AG: Wir beobachten den Markt kontinuierlich, kaufen einen Teil unseres Bedarfs mittelfristig ein und konnten beispielsweise die verbleibenden Strommengen für die kommenden Jahre anfangs Sommer zu einem Zeitpunkt abschliessen, als die Strompreise besonders günstig waren.

Dadurch unterliegen die Strompreise in unserem Versorgungsgebiet weniger starken Schwankungen – in den vergangenen Jahren sind die Preise weniger stark gestiegen als anderswo, und entsprechend fällt die prozentuale Preissenkung nun geringer aus.

Warum sinken die Strompreise in diesem Herbst?

Gründe für die sinkenden Strompreise sind unter anderem:

Sinkende Stromreserven des Bundes
Im Strompreis 2024 war zum ersten Mal eine neue Komponente «Stromreserve» enthalten. Damit sollten die Kosten für jene Massnahmen gedeckt werden, die der Bund im Rahmen der Winterreserveverordnung zur Erhöhung der Versorgungssicherheit im Winter ergriffen hat.

Die Stromreserve des Bundes sinkt von 1.20 auf 0.23 Rappen pro Kilowattstunde. Einerseits, weil sich die Versorgungslage in den Wintermonaten beruhigt hat und andererseits, weil die damit verbundenen Kosten tiefer liegen als erwartet.

Sinkende Netzkosten
Die Netznutzungskosten umfassen alle Kosten, die anfallen, damit der Strom vom Kraftwerk über das Stromnetz bis zu den einzelnen Verbraucherinnen und Verbrauchern transportiert werden kann. Eingerechnet sind hier die Kosten für den Betrieb, die Instandhaltung und den Ausbau der Stromnetze. Die Netznutzungskosten betragen neu 8.15 Rp./kWh (H4) und sinken damit gegenüber dem Vorjahr um 0.25 Rp./kWh.

Einerseits profitieren die Netzbetreiber davon, dass die Preise für die Energie an den internationalen Märkten gesunken ist. Sie müssen für den Betrieb und die Stabilität der Netze jeweils Netzverluste einkaufen, d.h. den Teil der Energie, der beim Transport verloren geht. Und wenn die Strompreise sinken, sinkt auch dieser Teil der Netznutzungskosten.

Zudem sinkt die vom Bund vorgegebene Verzinsung der Netze WACC auf 3,98 %. Das heisst, der Anteil, den die Netzbetreiber von ihren Investitionen ins Netz auf die Stromkosten übertragen dürfen, sinkt ebenfalls. Und das wirkt sich zusätzlich positiv auf die Netznutzungskosten aus.

Relativ ruhige Lage auf dem europäischen Strommarkt
Die Energiekosten in der Schweiz hängen auch weiterhin stark von den Entwicklungen in unseren Nachbarländern ab. Der Strompreis in unseren Nachbarländern wird unter anderem vom Gas- und Kohlepreis sowie dem Preis für CO2-Zertifikate beeinflusst. Alle diese Faktoren haben sich nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre nun auf einem tieferen, relativ stabilen Niveau eingependelt. Davon profitiert auch der Schweizer Energiemarkt.

Energiespartipps für Privathaushalte, Unternehmen und Gemeinden

Allgemein bei Elektrogeräten
Beim Kauf von Elektrogeräten gilt: auf Energieeffizienzklasse achten! So gehen Sie sicher, dass Sie keinen Stromfresser, sondern ein eher energiesparsames Gerät kaufen.

Im täglichen Gebrauch sollten Elektrogeräte nie im Stand-by-Modus bleiben, sondern immer ganz ausgeschaltet werden. Hier hilft eine Steckleiste mit Schalter, so dass viele Geräte mit einem Klick ausgeschaltet werden können (z.B. im Wohnzimmer).

Produzieren Sie Ihren eigenen Strom
Mit einer eigenen Solarstromanlage können Sie Ihre aus dem Netz bezogene Energiemenge reduzieren. Jedoch aufgepasst: Sie können nur den gleichzeitig produzierten und benötigten Solarstrom selber nutzen. Die Energieversorgung bei Schnee und nachts erfolgt weiterhin aus dem Stromnetz (ausser Sie haben eine Batterie installiert).  Der produzierte Überschuss, d.h. wenn Sie an einem sonnigen Tag beispielsweise nicht zuhause sind, vergütet Ihnen Ihr Energieversorger.

Waschküche

  • Waschen Sie mit möglichst voller Trommel und mit tiefen Wassertemperaturen.
  • Auch wenn das Kurzprogramm lockt: Wählen Sie, wenn Sie genügend Zeit haben, besser das Sparprogramm.
  • Wäsche, wenn immer möglich an der Luft trocknen und auf Tumbler verzichten.
  • Bügeln wird völlig überbewertet. Wenn Sie’s aber tatsächlich gerne machen: Bügeleisen frühzeitig ausschalten und Restwärme nutzen.

Beleuchtung

  • Ersetzen Sie Glühbirnen und Sparlampen durch LED-Leuchtmittel. Sie sind effizienter, langlebiger und punkto Lichtqualität überlegen. Zum Vergleich: Eine Glühbirne verbraucht 60 Watt, eine Halogenlampe 45 Watt, eine Energiesparlampe 35 Watt und eine LED-Lampe 7 Watt.
  • Schalten Sie das Licht in Räumen aus, in denen sich niemand aufhält.
  • Nutzen Sie Lampen gezielt. Es muss nicht jede Ecke ausgeleuchtet werden.
  • Setzen Sie, wo sinnvoll, Bewegungsmelder und /oder Zeitschaltungen ein.

Warmwasser / Wasserverbrauch

  • Stellen Sie beim Boiler die Solltemperatur für Warmwasser nicht zu hoch ein, 55 bis 60 Grad Celsius reichen.
  • Verwenden Sie sparsame Duschbrausen und Wasserspareinsätze.
  • Lassen Sie das Wasser nicht unnötig laufen – zum Beispiel beim Zähneputzen oder während Sie sich unter der Dusche einseifen.

Arbeitszimmer

  • Schalten Sie Geräte ganz aus, denn im Standby-Betrieb verbrauchen sie weiter Strom.
  • Viele Geräte verfügen über einen Energiesparmodus – zum Beispiel auch Ihr Smartphone. Nutzen Sie ihn ohne Komforteinbusse.
  • Gönnen Sie auch Ihrem PC und Monitor eine Pause und schalten Sie diese während Ihrer Mittagspause aus.

Küche

  • Herd
    • Beim Kochen gehört auf jede Pfanne ein Deckel (ausser, im Rezept steht etwas Anderes)!
    • Für heisses oder kochendes Wasser lieber den Wasserkocher nutzen und das Wasser falls notwendig dann in den Kochtopf umgiessen.
    • Salzen Sie das Wasser erst, wenn es kocht. Salzwasser hat nämlich einen höheren Siedepunkt.
    • Und am Schluss: Herdplatten frühzeitig ausschalten und Restwärme nutzen, um das Gericht fertig zu kochen.
  • Ofen
    • Vorheizen ist überflüssig. Nutzen Sie die ganze Energie und legen Sie Auflauf, Pizza und Co. von Anfang an in den Ofen. Sie können die Gerichte dann einfach etwas länger im Ofen lassen.
    • Backen Sie wenn möglich mit Umluft statt mit Ober- und Unterhitze.
    • Schalten Sie den Ofen fünf Minuten vor Backende aus und nutzen die Nachwärme.
    • Zum Aufwärmen von Speisen ist der Backofen übrigens völlig ungeeignet. Er braucht sieben Mal mehr Energie als etwa eine Pfanne auf dem Herd oder eine Mikrowelle.
  • Kühlschrank
    • Beim Neukauf unbedingt auf die beste Energieeffizienzklasse A+++ achten. Der Kühlschrank ist für bis zu einem Viertel des Stromverbrauchs im Haushalt verantwortlich.
    • Stellen Sie die Kühlschranktemperatur auf 7 Grad statt auf 5 Grad Celsius ein. Für Gefrierschränke werden -18 Grad Celsius empfohlen.
    • Lassen Sie warme Speisen erst erkalten, bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen.
    • Tauen Sie gefrorene Speisen im Kühlschrank auf.
    • Lassen Sie die Kühlschranktüre nicht unnötig lange offen.
  • Geschirrspüler
    • Nutzen Sie das Sparprogramm und füllen Sie den Geschirrspüler immer bis zum Maximum.
    • Gutes Vorspülen mittels Vorwaschprogramm des Geschirrs ist unnötig, die Reste vorab mit einer Bürste abzuwischen genügt vollends.
    • Hätten Sie’s gewusst? Von Hand abwaschen verbraucht mehr Wasser als das Sparprogramm der Maschine.

Heizen

  • Eine ein Grad tiefere Raumtemperatur spart bereits 6 % Energie!
  • Achten Sie darauf, dass in den Schlafzimmern nicht mehr als 18 Grad Celsius herrschen.
  • In den übrigen Wohnräumen sollten es für das ideale Raumklima um die 20 Grad Celsius sein.
  • Damit die warme Luft gut zirkulieren kann, sollten Heizkörper nicht mit schweren Vorhängen oder Möbeln verdeckt werden.
  • Heizungen regelmässig entlüften hilft ebenfalls, Energie zu sparen.
  • Um die Wärme im Haus zu halten, ist richtiges Lüften besonders wichtig. Mit Stosslüften und Querlüften lässt sich tatsächlich besser Energie sparen als mit gekippten Fenstern.
  • Die tägliche Sonneneinstrahlung bringt übrigens gute und kostenlose Wärme ins Haus. Denken Sie daran, bei sonnigen Wetterperioden die Heizung zurückzudrehen, falls dies der Thermostat nicht schon selber erledigt.
  • Bei längerer Abwesenheit können Sie die Temperatur in allen Räumen senken. Drehen Sie die Heizung auf ein Minimum herunter bzw. den Thermostat auf Position 1. Die empfohlene Raumtemperatur beträgt dann ca. 16 Grad Celsius.
  • Schliessen Sie an kalten Tagen nachts die Rollläden! So bleibt die Wärme im Haus.
    Dies hilft übrigens bei sehr kalter Witterung auch tagsüber, wenn Sie z.B. abwesend sind, oder die Räume nach Norden ausgerichtet oder sich eh im Schatten befinden.

Zum Mitmachen motivieren

Gemeinsam geht vieles schneller und einfacher – das gilt auch fürs Energiesparen. Daher macht es Sinn, den gesamten Betrieb über Energiesparmöglichkeiten zu informieren. So sensibilisieren Sie alle Mitarbeitenden für das Thema und motivieren sie dazu, ihr Verhalten zu ändern. Das kann beispielsweise über Schulungen geschehen. Dieser Leitfaden kann als Hilfe dienen. Es lohnt sich auch ein Blick in die «Energiespartipps für Privathaushalte».

Abschalten statt Stand-by

Auch wenn der Standby-Modus von elektrischen Geräten oft als Energiesparmodus bezeichnet wird, ist das «Schlafenlegen» von Desktop und Monitor nicht so energiesparend wie allgemein angenommen.

Schon ab einer Arbeitspause von 30 Minuten lohnt es sich, den Computer und andere Arbeitsgeräte ganz auszuschalten und sie vom Netz zu nehmen. Denn auch Netzteile verbrauchen Strom. Vergleichsweise einfach lässt sich das mit schaltbaren Steckdosenleisten bewerkstelligen. Komfortabler geht’s mit Zeitschaltuhren, die beispielsweise nach Feierabend automatisch alles vom Netz trennen.

Auch das WLAN nach Feierabend abzuschalten, spart übrigens Energie. Dies geht mit modernen Geräten oftmals komfortabel per Softwarekonfiguration.

Noch ein Tipp: Um auch in kürzeren Arbeitspausen Strom zu sparen, sollten keine Bildschirmschoner aktiviert sein. Besser ist es, die Geräte immer gleich in den Energiespar- bzw. Ruhemodus zu schicken.

Energiesparend unterwegs

Versuchen Sie, Ihre Fahrzeugflotte dabei so kraftstoffsparend wie möglich zu betreiben. Dazu gehört zum Beispiel, den Motor bei Standzeiten immer auszuschalten, Energiesparreifen mit geringerem Rollwiderstand zu nutzen oder stets auf einen optimalen Reifendruck zu achten.

Angesichts der steigenden Preise von Diesel und Benzin wird auch für kleinere Firmen ein Umstieg von herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren auf Elektromobilität immer attraktiver.

Besonders energiesparend und wirtschaftlich sind E-Fahrzeuge unterwegs, wenn sie beispielsweise mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage betrieben werden. Im Contracting-Modell kann die Photovoltaikanlage sogar komplett ohne eigene Investition umgesetzt werden.

Richtig lüften

Kleiner Aufwand, grosse Wirkung: Lüften Sie Ihre Büro- oder Geschäftsräume richtig. In der kalten Jahreszeit heisst das: Lieber für wenige Minuten bei zugedrehten Thermostaten oder Heizungsreglern stosslüften als dauerhaft über gekippte Fenster die Umgebung zu heizen. Das spart Energie und fördert obendrein auch noch Konzentration und Wohlbefinden.

Damit das Stosslüften gelingt, sollte man sich im Kollegenkreis auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Sonst kann es passieren, dass der eine das Fenster aufreisst, weil ihm zu warm ist, während der andere, die Heizung auf Hochtouren laufen lässt, da er friert. Noch mehr Energie spart eine automatische Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Für Unternehmen mit eigener Betriebsstätte kann sich die Investition in eine Lüftungsanlage rechnen.

Energiefresser aufspüren

Oft weiss man gar nicht so genau, wo im Unternehmen die Energie verbraucht wird. Doch wer seine Energiefresser genau kennt, kann effizient Energie sparen. Um sie aufzuspüren, helfen Energiemonitore oder Stromkostenmessgeräte. Sie erfassen nicht nur, wie viel Energie PCs, Bürobeleuchtung oder auch die Kaffeemaschine verbrauchen, sondern vor allem auch wie hoch der Energiebedarf von grösseren Geräte wie beispielsweise Kälteanlagen, Druckluftsystemen, Sterilisationsgeräten oder Brennöfen ist.

Auch ein Einbau eines gesonderten Zählers für Grossverbraucher kann Aufschluss geben. Denn dort, wo der höchste Energiebedarf liegt, bieten sich einem in der Regel auch die grössten Energieeinsparpotenziale.

Bei Investitionen auf Energiekennzahlen achten

Sie benötigen eine neue Kühleinheit für Ihren Lebensmittelladen? Für Ihre Werkstatt wird ein Kompressor gebraucht? Achten Sie bei der Anschaffung neuer Geräte und Maschinen, insbesondere bei solchen, die viel Strom verbrauchen, auf einen möglichst geringen Energieverbrauch und eine hohe Qualität. Denn auch bei der Herstellung von Geräten werden Energie und Ressourcen verbraucht, weshalb eine lange Lebensdauer ebenfalls Energie spart und nachhaltig ist. Auch eine regelmässige Wartung und Reinigung der Anlagen hilft beim Energiesparen.

Sparen bei der Beleuchtung

Ob Schaufenster oder Büro – eine gute Beleuchtung ist überall unverzichtbar. Gerade hier lässt sich ohne Komforteinbussen wirklich viel Energie sparen, etwa durch den Einsatz energieeffizienter LED-Technik oder mit Lichtschaltern, die mit Bewegungsmeldern gekoppelt werden, um eine unnötige Beleuchtung zu vermeiden. Smarte Steuerungssysteme und Lichtkonzepte senken den Energieverbrauch nochmals deutlich. Im Contracting-Modell kann das sogar komplett ohne eigene Investition umgesetzt werden.

Schnell umsetzbar wirksam: Ein Zettel mit «Bitte Licht löschen!» an der Tür erinnert die letzte Person beim Verlassen des Raumes daran, den Lichtschalter zu betätigen. Sinnvoll ist es natürlich auch, möglichst viel Tageslicht zu nutzen. Stellen Sie zum Beispiel grosse Fenster nicht zu oder verhängen Sie sie nicht mit Vorhängen, um den Einfall des natürlichen Lichts nicht zu behindern.

Heizen und Kühlen mit Köpfchen

Schon ein Grad weniger Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Energie. Daher empfiehlt es sich, auch auf die Temperatureinstellung in den verschiedenen Unternehmensbereichen ein Auge zu haben. Büro- und Aufenthaltsräume zum Beispiel sollten um die 20 Grad warm sein, während Pauseräume, Flure und Toiletten ruhig ein paar Grad weniger haben dürfen.

Eine Absenkung der Raumtemperatur nach Geschäftsschluss und am Wochenende spart ebenfalls Energie.

Zudem sollten Heizkörper freigehalten werden, damit kein Wärmestau entsteht.

Auch alte Heizkörperthermostate durch moderne, programmierbare Thermostate zu ersetzen hilft beim Energiesparen. Diese sorgen automatisch dafür, dass die Heizung nur dann läuft, wenn sie auch wirklich gebraucht wird. Noch komfortabler und energiesparender sind Thermostate, die sich mit einem Fensterkontakt vernetzen lassen. Bei geöffnetem Fenster wird dann die Heizung automatisch heruntergeregelt. Auch das Entlüften von gluckernden Heizkörpern bringt eine Energieersparnis.

Je weniger Wärmeenergie zudem über die Gebäudehülle entweichen kann, desto weniger Energie wird fürs Heizen benötigt. Dabei muss es nicht immer gleich ein Vollwärmeschutz der Fassade sein. Denn schon mit kleineren Massnahmen können Sie auch als Mieter den Wärmeschutz eines Hauses verbessern. So finden sich in Altbauten aus den 1960er und 1970er Jahren unter Fenstern immer noch ungedämmte Heizkörpernischen. Ist das der Fall, sollte man die Wärmedämmung schleunigst nachholen, weil sich hier bereits mit geringen Dämmstärken hohe Wärmeverluste verringern lassen. Ähnliches gilt für ungedämmte Rollladenkästen. Ebenso sollten Ritzen an Fenstern und Türen abgedichtet werden.

Und auch beim Kühlen lässt sich übrigens Strom sparen: So sollten Kühlgeräte wie beispielsweise Medikamentenschränke in Apotheken oder Kühltresen in Eiscafés nicht zu gross, sondern den Anforderungen entsprechend dimensioniert werden und nicht in der Nähe von Wärmequellen stehen. Und je kürzer ihre Türen geöffnet werden, desto energiesparender arbeiten sie.

Warmwasser / Wasserverbrauch

  • Statten Sie Armaturen im Arbeitsbereich mit Durchflussmengenbegrenzern aus. Denn Verbrauch reduziert sich hierbei auf sechs bis acht Liter Wasser pro Minute.
  • Setzen Sie Wasserspararmaturen am Waschbecken und im WC-Bereich ein, am besten mit einem Bewegungssensor.
  • Prüfen Sie den Einsatz von sogenannten „wasserlosen“ Urinals.
  • Lassen Sie Wasser nicht unnötig laufen.

Beleuchtung

  • Ersetzen Sie Glühbirnen und Sparlampen durch LED-Leuchtmittel. Sie sind effizienter, langlebiger und punkto Lichtqualität überlegen. Zum Vergleich: Eine Glühbirne verbraucht 60 Watt, eine Halogenlampe 45 Watt, eine Energiesparlampe 35 Watt und eine LED-Lampe 7 Watt.
  • Schalten Sie das Licht in Räumen aus, in denen sich niemand aufhält.
  • Nutzen Sie Lampen gezielt. Es muss nicht jede Ecke beleuchtet sein.
  • Hinterfragen und reduzieren Sie gegebenenfalls die Beleuchtung von Denkmälern.
  • Setzen Sie wo sinnvoll Beleuchtungen via Bewegungsmelder ein (auch im öffentlichen Raum).
  • Setzen Sie dimmbare Beleuchtung und oder helligkeitsgeschaltete Beleuchtung ein (auch im öffentlichen Raum).

Warmwasser / Wasserverbrauch

  • Stellen Sie beim Boiler die Solltemperatur für Warmwasser nicht zu hoch ein, 55 bis 60 Grad Celsius reichen.
  • Verwenden Sie sparsame Wasserspareinsätze.
  • Statten Sie Armaturen im Arbeitsbereich mit Durchflussmengenbegrenzern aus. Denn Verbrauch reduziert sich hierbei auf sechs bis acht Liter Wasser pro Minute.
  • Setzen Sie Wasserspararmaturen am Waschbecken und im WC-Bereich ein, am besten mit einem Bewegungssensor.
  • Prüfen Sie den Einsatz von sogenannten „wasserlosen“ Urinals.
  • Lassen Sie Wasser nicht unnötig laufen.

Büro

  • Schalten Sie Geräte ganz aus, denn im Standby-Betrieb verbrauchen sie weiter Strom.
  • Viele Geräte verfügen über einen Energiesparmodus – zum Beispiel auch ihr Smartphone. Nutzen Sie ihn ohne Komforteinbusse.
  • Gönnen Sie auch ihrem PC und Monitor eine Pause und schalten Sie diese während Ihrer Mittagspause aus.

Heizen

  • Eine ein Grad tiefere Raumtemperatur spart bereits 6 % Energie!
  • Damit die warme Luft gut zirkulieren kann, sollten Heizkörper nicht mit schweren Vorhängen oder Möbeln verdeckt werden.
  • Heizungen regelmässig entlüften hilft ebenfalls, Energie zu sparen.
  • Um die Wärme im Haus zu halten, ist richtiges Lüften besonders wichtig. Mit Stosslüften und Querlüften lässt sich tatsächlich besser Energie sparen als mit gekippten Fenstern.
  • Die tägliche Sonneneinstrahlung bringt übrigens gute und kostenlose Wärme ins Haus. Denken Sie daran, bei sonnigen Wetterperioden die Heizung zurückzudrehen, falls dies der Thermostat nicht schon selber erledigt.
  • Bei längerer Abwesenheit können Sie die Temperatur in allen Räumen senken. Drehen Sie die Heizung auf ein Minimum herunter bzw. den Thermostat auf Position 1. Die empfohlene Raumtemperatur beträgt dann ca. 16 Grad Celsius.
  • Schliessen Sie an kalten Tagen nachts die Rollläden! So bleibt die Wärme im Gebäude.

Auch alte Heizkörperthermostate durch moderne, programmierbare Thermostate zu ersetzen hilft beim Energiesparen. Diese sorgen automatisch dafür, dass die Heizung nur dann läuft, wenn sie auch wirklich gebraucht wird. Noch komfortabler und energiesparender sind Thermostate, die sich mit einem Fensterkontakt vernetzen lassen. Bei geöffnetem Fenster wird dann die Heizung automatisch heruntergeregelt. Auch das Entlüften von gluckernden Heizkörpern bringt eine Energieersparnis.

Je weniger Wärmeenergie zudem über die Gebäudehülle entweichen kann, desto weniger Energie wird fürs Heizen benötigt. Dabei muss es nicht immer gleich ein Vollwärmeschutz der Fassade sein. Denn schon mit kleineren Massnahmen können Sie auch als Mieter den Wärmeschutz eines Hauses verbessern. So finden sich in Altbauten aus den 1960er und 1970er Jahren unter Fenstern immer noch ungedämmte Heizkörpernischen. Ist das der Fall, sollte man die Wärmedämmung schleunigst nachholen, weil sich hier bereits mit geringen Dämmstärken hohe Wärmeverluste verringern lassen. Ähnliches gilt für ungedämmte Rollladenkästen. Ebenso sollten Ritzen an Fenstern und Türen abgedichtet werden.